Ulrich Müller's Anorganische Strukturchemie PDF

By Ulrich Müller

ISBN-10: 3519135124

ISBN-13: 9783519135128

ISBN-10: 3663108449

ISBN-13: 9783663108443

Angesichts des immer mehr anwachsenden Kenntnisstands auf allen na­ turwissenschaftlichen Gebieten erscheint es unumgänglich, die Wissensver­ mittlung auf generelle Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten zu konzentrieren und Einzeldaten auf wichtige Beispiele zu beschränken. Ein Lehrbuch soll einen angemessenen, dem Studierenden zumutbaren Umfang haben, ohne wesentliche Aspekte eines Fachgebiets zu vernachlässigen, es soll traditio­ nelles Grundwissen ebenso wie moderne Entwicklungen berücksichtigen. Diese Einführung macht den Versuch, die Anorganische Strukturchemie in diesem Sinne darzubieten. Dabei sind Kompromisse unvermeidbar, manche Teilgebiete werden kürzer, andere vielleicht auch länger geraten sein, als es dem einen oder anderen Fachkollegen angemessen erscheinen magazine. Chemiker denken überwiegend in anschaulichen Modellen, sie wollen Strukturen und Bindungen "sehen". Die moderne Bindungstheorie hat sich ihren Platz in der Chemie erobert, sie wird in Kapitel nine gewürdigt; mit ihren aufwendigen Rechnungen entspricht sie aber mehr der Denkweise des Physikers, außerdem ist sie oft noch unbefriedigend, wenn es darum geht, strukturelle info zu verstehen oder gar vorauszusagen. Für den Alltags­ gebrauch des Chemikers sind einfache Modelle, so wie sie in den Kapiteln 7, eight und 12 behandelt werden, nützlicher: "Der Bauer, der zu Lebzeiten ernten will, kann nicht auf die ab-initio-Theorie des Wetters warten. Che­ miker, wie Bauern, glauben an Regeln, verstehen aber diese listig nach Bedarf zu deuten" (H.G. von Schnering [86]).

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Die Kurven wurden unter Annahme von harten Cl--Ionen berechnet (rCl- = 181 pm). Berücksichtigt man noch die Zunahme des Ionenradius mit der Koordinationszahl, so ergibt sich für den CsCl- Typ die in Abb. 16 punktierte Kurve. Danach sollte der CsCI-Typ überhaupt nicht auftreten, da die punktierte Linie immer unterhalb der Linie für den NaCl-Typ verläuft. Daß er mit schweren Ionen trotzdem vorkommt, ist auf den etwas höheren Beitrag der Dispersionsenergie beim CsCI-Typ zurückzuführen. Tabelle 6 gibt eine Übersicht über die tatsächlich beobachteten Strukturtypen bei den Alkalihalogeniden.

Ursache ist die gegenseitige Abstoßung der koordinierten Ionen, die sich um so stärker auswirkt, je mehr davon vorhanden sind. Auch die Größe der koordinierten Ionen spielt eine Rolle; ein Kation, das von sechs kleinen Anionen umgeben ist, erscheint etwas kleiner als dasselbe Kation, umgeben von sechs großen Anionen, weil sich die Anionen in letzterem Fall etwas stärker gegenseitig abstoßen. Hierfür wurde von PAULING eine Korrekturfunktion abgeleitet [18J. Sind kovalente Bindungsanteile vorhanden, dann hängen die Ionenradien in stärkerem Maße von der Koordinationszahl ab.

16 punktierte Kurve. Danach sollte der CsCI-Typ überhaupt nicht auftreten, da die punktierte Linie immer unterhalb der Linie für den NaCl-Typ verläuft. Daß er mit schweren Ionen trotzdem vorkommt, ist auf den etwas höheren Beitrag der Dispersionsenergie beim CsCI-Typ zurückzuführen. Tabelle 6 gibt eine Übersicht über die tatsächlich beobachteten Strukturtypen bei den Alkalihalogeniden. Tabelle 6: Radienquotienten und beobachtete Strukturtypen für die Alkalihalo- genide F Cl Br I Li 0,57 0,42 0,39 0,35 Na K 0,77 0,96* 0,56 0,76 0,52 0,70 0,46 0,63 NaCI-Typ • rXlrM; vgl.

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Anorganische Strukturchemie by Ulrich Müller


by Michael
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