New PDF release: Biologische Zerstörung der makromolekularen Werkstoffe

By Dr. rer. nat. Hans H. M. Haldenwanger (auth.), Dr.-Ing. G. H. Göttner (eds.)

ISBN-10: 366224439X

ISBN-13: 9783662244395

ISBN-10: 366226580X

ISBN-13: 9783662265802

In den letzten 25 Jahren kamen in zunehmendem Maße neue synthetische Werkstoffe für zahlreiche Verwendungszwecke in Gebrauch, über deren V erhalten gegenüber pflanzlichen und tierischen Schädlingen erst Erfah­ rungen gesammelt werden mußten, ehe es möglich warfare, Prüfmethoden und Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der biologischen Zerstörung dieser Materialien zu entwickeln. Seither sind über diese Themen zahlreiche V er­ öffentlichungen erschienen, und das Wissen auf diesem zwischen der Bio­ logie, der organischen Chemie, der Toxikologie und der Werkstoffkunde stehenden Gebiet hat eine gewisse Abrundung erfahren. Es erscheint deshalb nützlich, diesen Wissenstoff, der in den Buch- und Zeitschriftenveröffent­ lichungen der genannten Disziplinen und deren Teilgebieten erschienen ist, geschlossen darzustellen, was once naturgemäß nicht ohne ein kurzes Eingehen auf das V erhalten, die Prüfung und die Konservierung der natürlichen organischen Werkstoffe möglich warfare. Es wurde als wichtig angesehen, dem Chemiker und Anwendungs­ techniker einen Überblick über die als Schädlinge in Betracht kommenden Organismen zu geben; doch ist es nicht der Sinn dieser Schrift, die Aufgabe der biologischen Bestimmungsbücher zu übernehmen. Für den Biologen werden die Angaben über Prüfmethoden und die Kultivierung der Prüf­ organismen von Wert sein. Die im Anhang wiedergegebenen Rezepte der Nährmedien dürften dem Fachmann gestatten, Prüfungen von Werkstoffen mit pflanzlichen und tierischen Schädlingen auszuführen, ohne dabei auf die Originalliteratur zurückgreifen zu müssen. Sollte die vorliegende Schrift darüber hinaus die Chemiker und Anwendungstechniker auf dem Kunst­ stoffgebiet zur Beschäftigung mit der biologischen Zerstörung der makro­ molekularen Werkstoffe anregen, so hat sie ihren Zweck erfüllt. Vinnhorst, den 1.

Show description

Read or Download Biologische Zerstörung der makromolekularen Werkstoffe PDF

Best german_13 books

Additional resources for Biologische Zerstörung der makromolekularen Werkstoffe

Example text

Als einziger Prüforganismus diente in diesem Falle Staphylococcus aureus. Dieses Bakterium wird mit 43 oc warmem Nähragar vermischt, den man dann in Petrischalen erstarren läßt. 5 bis 10 min nach dem Erstarren legt man ein 1 bis 5 cm2 großes Stück nicht bakterizid ausgerüsteten, gebleichten Baumwollmusselins auf den keimhaltigen Agar auf, der es rasch durchtränkt. Nach 24stündiger Bebrütung dieser Wachs- Prüfung mit Bakterien 39 tumskontrolle ist der Bakterienrasen rings um das Gewebestück normal ausgebildet, während unter dem Gewebe bei 20facher Vergrößerung nur ein Bewuchs in Stärke von 80 bis 100% im Vergleich zum Bewuchs der Umgebung zu erkennen ist.

S. 838:1961 die folgenden Pilzarten als Prüforganismen gewählt: Coniophora cerebella - beständig gegen zahlreiche Konservierungsmittel, Paria monticola (Paria vaporaria) - beständig gegen Kupfer-,~"Zinkund Quecksilberverbindungen, 1 Zur Prüfung des Eindringvermögens von Holzschutzmitteln vergl. DIN 52 618, Blatt 1, und BS 1282. 44 Prüfmethoden mit Mikroorganismen Lentinus lepideus - beständig gegen Teeröle und Kreosotöl, Lenzites trabea- beständig gegen Phenole und Arsenverbindungen. Selbstverständlich bedeutet "beständig" in diesem Falle nur eine graduell bessere Widerstandsfähigkeit der Organismen.

2. Weichmacher Weichmacher sind meist farblose oder wenig gefärbte Flüssigkeiten von öliger Konsistenz, die den Kunststoffen Flexibilität verleihen. Ihre große wirtschaftliche Bedeutung haben sie durch die W eichmachung des Polyvinylchlorids erlangt, aus dem außer Hartmaterialien auch Weichfolien, Schläuche und beschichtete Trägerstoffe, wie Kunstleder, in großen Mengen hergestellt werden. Der Einfluß der Weichmacher auf die Beständigkeit der Erzeugnisse gegen Bakterien und Pilze ist deshalb besonders groß, weil sie in den Materialien in Konzentrationen bis zu 50% enthalten sind.

Download PDF sample

Biologische Zerstörung der makromolekularen Werkstoffe by Dr. rer. nat. Hans H. M. Haldenwanger (auth.), Dr.-Ing. G. H. Göttner (eds.)


by Daniel
4.2

Rated 4.36 of 5 – based on 21 votes