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By Dr. rer. nat. R. Herrmann, Dr. C. Th. J. Alkemade (auth.)

ISBN-10: 3662117495

ISBN-13: 9783662117491

ISBN-10: 3662117509

ISBN-13: 9783662117507

1. Prinzip der Methode und Begriffsbestimmung Bringt guy in eine Bunsenflamme gewisse Metallsalze, z. B. Kochsalz, so verursacht die verdampfende Substanz in der Flamme ein deutliches, im gewählten Beispiel intensiv gelbes Leuchten. Andere Salze geben der Flamme andere Farben, z. B. färben die Salze von Strontium und Lithium die Flamme karminrot, von Calcium ziegelrot, von Barium gelbgrün, von Kupfer smaragdgrün, von Kalium blauviolett, von Arsen, Antimon und Blei fahlblau bis fahlgrün usw. Diese Flammenfarben sind charakteristisch für gewisse Kationen~ mitunter auch für gewisse Verbindungen wie CuOH. guy verwendet diese Leuchterscheinungen daher oft als Hilfsmittel bei qualitativen chemischen Analysen. Beim gleich­ zeitigen Einbringen von mehreren Metallsalzen versagen allerdings diese einfachen Methoden, weil das Auge das Gemisch mehrerer Farben nicht trennen kann. Mitunter liegen auch die charakteristischen "Farben" in einem Spektralbereich, in dem das Auge nicht mehr empfindlich ist. Betrachtet guy nun das von einer mehrfach gefärbten Flamme ausgehende Mischlicht im Spektroskop, so sieht guy ganz bestimmte, für die einzelnen Elemente bzw. Verbindungen charakteristische Spektrallinien bzw. Banden (Anhäufung von Linien s. unten). Anhand von Spektrallinientafeln oder Tabellen kann guy einige qualitative Aussagen über die Zusammensetzung der in die Flamme hineingebrachten Stoffe machen. Über diese genügend bekannten quali­ tativen Verfahren soll hier nicht weiter gesprochen werden. Sorgt guy nun durch geeignete Maßnahmen dafür, daß die Flamme über längere Zeit konstant brennt, und daß die Substanzzufuhr zur Flamme ebenfalls konstant bleibt, so ist die Intensität dieser beobachteten Spektrallinien bzw. Banden, der zum Leuchten gebrachten Elemente ein Maß für deren Konzentration.

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Im Beispiel der Abb. 3 bilden alle Moleküllinien, die bei einem Übergang (liJ--+ I_r'; v'--+ v"; J'--+ J") mit fest vorgegebenem v'- bzw. v"-Wcrt, aber variierten J"- bzw. J'-Werten vor sich gehen, zusammen eine solche Bande. Hierbei sind den J" -, J' -Kombinationen gewisse Auswahlregeln gesetzt. Da den verschiedenen J-Werten nur geringe Energieunterschiede entsprechen, liegen die Linien einer Bande sehr nahe beieinander. Diese Linien haben meist eine gewisse Konvergenzstelle im Spektrum, einen sog.

ZYDERVELD (Utrecht). 30 Die Grundlagen Die Ionisation. Es ist seit ARRHENIUS (1891) bekannt, daß in Flammen eine Ionisation auftritt, die noch verstärkt wird, wenn Metallsalze in die Flamme hineingegeben werden. Von allen Metallen zeigen die Alkalien die stärkste Ionisation. Es wird da bei jeweils ein positives Alkali-Ion und ein freies Elektron gebildet. Da die Elektronenhülle eines Alkali-Ions der der Edelgase sehr ähnlich ist, senden diese Ionen in der Flamme kein Licht aus. Wegen der Verluste an strahlungsfähigen Atomen wirkt sich eine Ionisation der Alkalien in der flammenphotometrischen Praxis immer nachteilig aus.

Unten). Man kommt dann nicht mehr mit dem Massenwirkungsgesetz allein aus, sondern muß dann alle Reaktionen kennen, die zur HOl- und NaCl-Bildung in der Flamme führen [vgl. 169]. Solche Abweichungen vom Gleichgewichtswert sind sicher auch dafür verantwortlich zu machen, daß bei einer Messung des Dissoziationsgrades von Alkalichlorid ein zu großer Wert gefunden wurde [65]. Im allgemeinen kann man für die Praxis der Flammenphotometrie feststellen, daß eine Minderung der Emission von Allmli in der Flamme durch Bildung von 28 Die Grundlagen Halogen-Salzen nur dann merkbar in Erscheinung tritt, wenn die Lösung noch andere 01-haltige Substanzen in großer Konzentration enthält.

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