Prof. Dr.sc.med.vet. Harald Sajonski, Dr.med.vet.habil.'s Zelle und Gewebe: Eine Einführung für Mediziner und PDF

By Prof. Dr.sc.med.vet. Harald Sajonski, Dr.med.vet.habil. Alfred Smollich (auth.)

ISBN-10: 3662134616

ISBN-13: 9783662134610

ISBN-10: 3662134624

ISBN-13: 9783662134627

Die historische Entwicklung der Zellen- und Gewebelehre ist naturgemäß in ent­ scheidendem Maße von der Entwicklung optischer Hilfsmittel abhängig. So wurde das um 1590 von JANSEN erfundene zusammengesetzte Mikroskop 1630 von STELLUTI zum Studium der Honigbiene und des Kornwurms benutzt, womit wohl eines der ersten Beispiele wissenschaftlichen Mikroskopierens gegeben ist. Die vor 1800 her­ gestellten Mikroskope dürften allerdings im Hinblick auf ihr Auflösungsvermögen guten einfachen Linsen unterlegen gewesen sein. Der erste, dem die Herstellung von Linsen mit ausreichender Vergrößerung gelang, um damit Zellen erkennen zu können, warfare VAN LEEUWENHOEK (1632-1723) aus Delft in Holland. Er beobachtete damit Protozoen, Pilzhyphen, Spermien und anderes biologisches fabric und gehört neben dem erwähnten STELLUTI, dem Italiener MALPIGHI (1628-1694) und dem Engländer GREW (1641-1711) zu den Pionieren der Mikroskopie. Zu ihnen gehört ferner der englische Naturforscher HooKE, der in seiner 1667 erschienenen "Micrographia" über fifty four mikroskopische Beobachtungen verschiedenster artwork, dar­ unter auch über die wabige Bauweise des Korkes, berichtete. Er faßte die "little packing containers" als im Dienst des Säftestromes der Pflanze stehende Gebilde auf und nannte sie cells. Die Entdeckung HooKES löste eine Reihe mikroskopischer Studien an Pflanzen aus, die im wesentlichen zur Bestätigung der HooKEschen Beobachtung führten. Obwohl die Zellen von einer Reihe von Forschern des 17. und 18. Jahrhunderts mit Sicherheit gesehen wurden, blieben die Beobachtungen zunächst ohne Auswir­ kung auf die Biologie. Als wesentlicher Bestandteil der Zelle wurde nach wie vor - bis ins 19. Jahrhundert hinein - die Zellwand angesehen.

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Zur funktionellen Bedeutung der verschiedenen Membrankomponenten läßt sich z. Z. soviel mit einiger Sicherheit sagen, daß die mittlere Lipidschicht prinzipiell eine Permeationsschranke für wasserlösliche Verbindungen darstellt, während die Proteinlagon Enzyme und Carrier enthalten. So enthält beispielsweise die äußere Proteinschicht des Plasmalemms der Darmepithelien die hydrolytischen Enzyme (Hydrolasen) der Endverdauung der Kohlenhydrate und Proteine neben den entsprechenden 46 4. Die Zelle Carriern des Monosaccharid- und Aminosäurentran:;ports.

Im Gegensatz zu den Fibrillärproteinen, die im Prinzip Aggregate geordnet nl:'uenund hintereinanderliegender Proteinmoleküle darstellen, treten die Globulärproteine 30 3. Chemischer Aufban der lebenden Materie in Lösung in Form von Einzelmolekülen auf. -Helix eine Rolle. Allercling:; beträgt der Anteil der Helix an der Gesamtstruktur des Moleküls nur 20-70%. Mrist wird die H elixstruktur nach wenigen ·Windungen durch andere, bisher in ihrem Banprinzip noch nicht erfaßte Formationen unterbrochen.

Sie stabilisiert den Turgor, der sich in diesem osmotischen System entwickelt, und verhindert dadurch ein Platzen der pflanzlichen Zelk. Die in fixierten und gefärbten tierischen Zellverbänden lichtmikroskopisch zu erkennenden Zellgrenzen entsprechen nicht der eigentlichen Zellmembran, sondern a) b) Abb. 12. Pflanzliche und tierische Zellen a) Zwiebelhäutchen, Hämatoxylin, 300: l, b) Leber (Axolotl), Hämatoxylin-Eosin, 500: l sind Kunstprodukte der histologischen Technik. Ihre Entstehung ist darauf zurückzuführen, daß sich bei der Fixierung Eiweiße aus dem peripheren Zytoplasma auf der Innenseite der Zellmembran niederschlagen und diese Schicht durch Einlagerun~ von Farbstoff noch weiter vergröbert wird.

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